Skoda AutoVersicherung - 413_lexikon

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Von A wie „Allgemeine Bedingungen für die Kfz-Versicherung (AKB)“ bis Z wie „Zentralruf der Autoversicherer“ finden Sie hier ein Glossar mit allem Wissenswerten rund um die Kfz-Versicherung.

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  • Angebot & Schaden
  • Vertrag

Wissen von A bis K

  • Allgemeine Bedingungen für die Kfz-Versicherung (AKB)

  • Annahmezwang / Kontrahierungszwang

  • Elektronische Versicherungsbestätigung (eVB)

  • Fahrzeugschein

  • Herstellerschlüssel/ Typschlüssel

  • Kfz-Haftpflichtversicherung

Allgemeine Bedingungen für die Kfz-Versicherung (AKB)

Mit den Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung (AKB) werden die vertraglichen Rechte und Pflichten bei einem Versicherungsschluss zwischen dem Fahrzeughalter bzw. Versicherungsnehmer und dem Versicherer beschrieben. Es handelt sich bei den AKB also um einen Teil des Versicherungsvertrags, der den allgemeinen Rahmen setzt und durch individuelle Vereinbarungen (zum Beispiel Höhe der Selbstbeteiligung) ergänzt wird. Die AKB definieren beispielsweise die versicherten und nicht versicherten Schäden, den Leistungsumfang sowie die Rechte und Pflichten beider Parteien.

Annahmezwang / Kontrahierungszwang

Unter Kontrahierungszwang wird die Verpflichtung einer Versicherungsgesellschaft verstanden, einen Antragsteller aufzunehmen. Der Kontrahierungszwang betrifft die Pflichtversicherungen (unter anderem auch die Kfz-Haftpflichtversicherung). Die Versicherungsgesellschaft darf einen Antragsteller nicht ablehnen, wenn er beispielsweise zu einer sogenannten Risikogruppe gehört. Der Kontrahierungszwang ist in § 5 des Pflichtversicherungsgesetzes (PflversG) geregelt. Folgende Ausnahmen fallen nicht unter den Kontrahierungszwang:

  • Regional tätige Versicherungsgesellschaften können einen Antrag ablehnen, wenn der Antragsteller seinen Wohnsitz in einem anderen Bundesland hat (örtliche Beschränkung)
  • Spezialisierte Versicherungsgesellschaften, die beispielsweise ausschließlich Oldtimer versichern, dürfen Versicherungsanträge auf andere Kfz ablehnen (sachliche Beschränkung)
  • Hat es zwischen dem Antragssteller und dem Versicherungsnehmer in der Vergangenheit bereits ein Vertragsverhältnis gegeben, das durch das Versicherungsunternehmen gekündigt wurde, so besteht der Kontrahierungszwang nicht.

Elektronische Versicherungsbestätigung (eVB)

Die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) ist der Nachweis einer Versicherungsgesellschaft über die gesetzliche Kfz-Haftpflichtversicherung für ein Kraftfahrzeug. Sie muss der Kraftfahrzeug-Zulassungsbehörde bei Erstzulassung und bei technischen oder personenbezogenen Änderungen hinsichtlich des Kraftfahrzeugs vorgelegt werden. Nur mit gültiger eVB kann eine Zulassung vergeben werden.

Fahrzeugschein

Seit Oktober 2005 wurde der Fahrzeugschein an die EU-einheitlichen Regelungen angepasst. Der Fahrzeugschein wird als „Zulassungsbescheinigung Teil 1“ bezeichnet. Gleichzeitig wurde der Fahrzeugbrief angepasst, der als „Zulassungsbescheinigung Teil 2“ bezeichnet wird. Die „Zulassungsbescheinigung Teil 1“ ist im Vergleich zum alten Fahrzeugschein fälschungssicherer, EU-weit vereinheitlicht und enthält mehr Informationen zum Fahrzeug. Der Fahrzeughalter sollte die „Zulassungsbescheinigung Teil 2“ stets sicher aufbewahren (nicht im Fahrzeug selbst!), da man sich mit dieser als Eigentümer des Kfz ausweisen kann.

Herstellerschlüssel/ Typschlüssel

Durch eine Kombination aus Herstellerschlüssel (HSN; z. B. ŠKODA 8004) und Typschlüssel (TSN; z. B. ŠKODA Octavia Combi 1.2 TSI, AJP) wird jeder Fahrzeugtyp eindeutig identifiziert. Die Hersteller-/Typschlüssel stehen im Fahrzeugschein und werden für die Beitragsermittlung in der Haftpflicht- und Kaskoversicherung verwendet.

Kfz-Haftpflichtversicherung

Die Versicherung umfasst Schadenersatzleistungen für Schäden, die Dritten durch den Gebrauch des versicherten Kfz entstanden sind. Schadet der Fahrzeugnutzer mit dem Fahrzeug also einem anderen, so zahlt die Haftpflichtversicherung die Kosten zu den vertraglich geltenden Deckungssummen, die aus den folgenden Schäden resultieren:

  • Personenschäden
  • Sachschäden
  • Reine Vermögensschäden
  • Öffentlich-rechtliche Ansprüche zur Sanierung von Umweltschäden nach dem Umweltschadengesetz.  Zur Versicherung gehört nicht nur die Leistung von Schadenersatz, sondern auch die Abwehr unbegründeter Ansprüche.

Wissen von L bis S

  • Nutzungsausfallentschädigung

  • Obliegenheiten

  • Ombudsmann

  • Police

  • Regionalklassen

  • Risikowegfall

  • Selbstbeteiligung

Nutzungsausfallentschädigung

Bei einem Unfall bei dem ein oder mehrere Fahrzeuge beschädigt wurden, kann die Reparatur je nach Schwere des Schadens längere Zeit in Anspruch nehmen. Der Fahrzeughalter kann das Fahrzeug in dieser Zeit nicht nutzen (Nutzungsausfall). Wenn man den Unfall nicht selbst verursacht hat, muss die Versicherung des Unfallgegners für den Nutzungsausfall aufkommen.

Obliegenheiten

Als Obliegenheit wird eine Pflicht des Versicherungsnehmers bezeichnet, der er nachzukommen hat, wenn er seinen Versicherungsschutz nicht verlieren möchte. Neben der regelmäßigen Zahlung der Beiträge ist der Versicherungsnehmer zu weiteren Obliegenheiten verpflichtet. Eine grob fahrlässige oder vorsätzliche Missachtung der Obliegenheiten kann dazu führen, dass der entstandene Schaden nur anteilmäßig reguliert wird und das Versicherungsunternehmen einen außerordentliches Kündigungsrecht hat. Die rechtlichen Grundlagen sind im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) sowie in den Allgemeinen Bedingungen für die Kfz-Versicherung (AKB) festgelegt.

Ombudsmann

Die Aufgabe des Ombudsmanns besteht darin, in Streitfällen zwischen dem Autofahrer und dem Versicherer zu schlichten und dadurch den Weg zum Gericht zu vermeiden.

Police

Die Police ist der Versicherungsschein. Sie ist der Vertrag zwischen dem Versicherer und dem Versicherungsnehmer.

Regionalklassen

Für die Beitragsermittlung in der Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung werden Regionalklassen berücksichtigt. In den einzelnen Regionen unterscheiden sich die durch Versicherungsunternehmen zu zahlende Schadenhöhen sowie die Unfallhäufigkeiten. Je niedriger in einem Gebiet das Schaden- und Unfallaufkommen ist, desto günstiger ist für den Versicherungsnehmer die Kfz-Versicherung.

Risikowegfall

Wird das versicherte Fahrzeug verkauft oder verschrottet, so fällt das versicherte Risiko weg und der Vertrag wird zum Abmelde- oder Verkaufsdatum aufgehoben und abgerechnet.

Selbstbeteiligung

Die Selbstbeteiligung ist der Anteil, den der Versicherungsnehmer im Versicherungsfall selber zu tragen hat. Dieser Anteil wird absolut oder prozentual gesetzlich festgelegt oder vertraglich vereinbart. Bei einem Schadenfall werden nur darüber hinausgehende Summen von der Versicherung bezahlt.

Wissen von T bis Z

  • Teilkaskoversicherung

  • Typklasse

  • Versicherungsschein

  • Wertminderung

  • Vollkaskoversicherung

  • Widerrufsrecht

  • Zentralruf der deutschen Autoversicherer

Teilkaskoversicherung

Die Teilkaskoversicherung ist eine Versicherung, die Schäden am eigenen Fahrzeug abdeckt. Sie bietet daher einen zusätzlichen Schutz zur Kfz-Haftpflichtversicherung. Weiter leistet sie bei Schäden, für die niemand haftbar gemacht werden kann. Dazu zählen:

  • Elementarschäden durch Sturm, Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung oder Schneelawinen
  • Diebstahl, Brand und Explosion
  • Glasbruch
  • Zusammenstoß mit Haarwild
  • Marderbiss

Typklasse

Die Typklasse ist ein Indexwert zur Berechnung der Versicherungsprämie für die Kfz-Haftpflichtversicherung und Kaskoversicherung. Der Indexwert wird jährlich von einem Treuhänder anhand des Schadensbedarfs für jeden Fahrzeugtyp bestimmt. Dabei gilt: Je höher die Typklasse, desto höher ist der Schadenbedarfsindex.

Insgesamt wird die Typklasse in der Kfz-Haftpflichtversicherung von der Fahrzeugart und der Fahrweise der Nutzer beeinflusst. In der Kaskoversicherung werden neben Verkehrsunfällen auch Autodiebstähle, Fahrzeugbrände oder Glasschäden bei der Einstufung der Typklasse berücksichtigt.

Versicherungsschein

Der Versicherungsschein ist eine Urkunde über einen zustande gekommenen Versicherungsvertrag. Er ist gleichbedeutend mit einem Vertragsdokument und enthält sämtliche vertraglichen Vereinbarungen, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, sämtliche individuellen Angaben über das Risiko und die am Vertrag beteiligten Personen.

Wertminderung

Unter bestimmten Voraussetzungen kann bei größeren Schäden eine Wertminderung für das Fahrzeug geltend gemacht werden. Das ist dann der Fall, wenn...

...technische oder optische Mängel zurückbleiben oder der Wiederverkaufswert beeinträchtigt ist
...aufwendige Schweiß-, Lackierungs-, Richt- und Spachtelarbeiten erfolgten
...das Auto nicht älter als fünf Jahre ist, die Laufleistung 100.000 km nicht übersteigt und keine Vorschäden vorliegen.

Vollkaskoversicherung

Die Vollkaskoversicherung ist eine freiwillige Zusatzversicherung zur Ergänzung der gesetzlich vorgeschriebenen Kfz-Haftpflichtversicherung. Sie schließt den Versicherungsschutz der Teilkaskoversicherung mit ein, bietet aber einen ergänzenden Versicherungsschutz bei folgenden Schäden:

  • Vandalismus (mutwillige Beschädigung des Kraftfahrzeugs durch Fremde).
  • Schäden am eigenen Fahrzeug, auch selbstverschuldete Unfallschäden.

Widerrufsrecht

Gemäß Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) hat jeder Verbraucher das Recht, sich von einem bereits geschlossenen, aber noch schwebend wirksamen Vertrag innerhalb einer gesetzlichen Frist durch Widerruf zu lösen. Der Kunde kann ohne Angabe von Gründen den Vertragsabschluss widerrufen. Bei einem online geschlossenen Versicherungsvertrag greift zusätzlich das Widerrufsrecht aus dem Fernabsatzgesetz.

Zentralruf der deutschen Autoversicherer

Der Zentralruf der Autoversicherer ermittelt für Sie, falls notwendig, die zuständige Versicherung des Unfallverursachers. Für alle im europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder der Schweiz zugelassenen Fahrzeuge ermittelt der Zentralruf der Autoversicherer den zuständigen Schadenregulierer der ausländischen Versicherung in Deutschland, sofern der Unfall sich im Ausland ereignet hat.

* Die Tochtergesellschaften der Volkswagen Financial Services AG sowie deren Schwestergesellschaft, die Volkswagen Bank GmbH, erbringen unter dem gemeinsamen Kennzeichen „ŠKODA Financial Services“ verschiedene Leistungen. Es handelt sich hierbei um Bankleistungen (durch Volkswagen Bank GmbH), Leasingleistungen (durch Volkswagen Leasing GmbH), Versicherungsleistungen (durch Volkswagen Versicherung AG, Volkswagen Autoversicherung AG) sowie Mobilitätsleistungen (u. a. durch Volkswagen Leasing GmbH). Zusätzlich werden Versicherungsprodukte anderer Anbieter vermittelt.